Idgham إِدْغَام
Verschmelzung eines Buchstabens mit dem folgenden, z. B. Nūn Sākinah mit ي ر م ل و ن.
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مَنْ يَعْمَلْman yaʿmal
Das Nūn verschmilzt mit dem Yāʾ, hörbarer Nasal bleibt.
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مِنْ رَبِّهِمْmin rabbihim
Sūrah 2:5
Komplette Verschmelzung mit dem Rāʾ, ohne nasale Färbung.
فَمَن يَعْمَلْ Idghām (wörtlich „Einführen”) ist die Verschmelzung eines Buchstabens mit dem nachfolgenden, sodass beide als ein einziger, betonter Laut hörbar werden. Der bekannteste Fall ist die Regel der Nūn Sākinah / Tanwīn, die mit den Buchstaben ي ر م ل و ن (Yarmalūn) verschmilzt.
Idghām kann mit Ghunnah (Nasalisierung, 2 Ḥarakāt) oder ohne Ghunnah erfolgen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Idghām unterscheidet sich von Ikhfāʾ dadurch, dass der Nūn-Laut hier vollständig im folgenden Buchstaben aufgeht, statt nur verschleiert zu werden: Es entsteht ein einziger, verdoppelter (muschaddad) Laut. Von Iqlāb unterscheidet es sich durch die beteiligten Buchstaben: Iqlāb gilt ausschließlich vor ب, Idghām vor den sechs Yarmalūn-Buchstaben.
Voraussetzung für Idghām ist außerdem, dass Nūn Sākinah oder Tanwīn am Ende eines Wortes steht und der auslösende Buchstabe ein neues Wort beginnt. Innerhalb desselben Wortes gilt Idghām grundsätzlich nicht, sonst würde die Wortgrenze klanglich verwischt.
Häufige Fragen
Welche Buchstaben lösen Idghām bei Nūn Sākinah aus?
Die sechs Buchstaben ي ر م ل و ن, gemerkt mit dem Wort Yarmalūn. Vier davon (ي ن م و) werden mit Ghunnah verschmolzen, die restlichen zwei (ل ر) ohne.
Gilt Idghām auch innerhalb eines einzigen Wortes?
In der Regel nicht: Idghām setzt eine Wortgrenze voraus. Die vier bekannten Ausnahmen im Koran (دُنْيَا, بُنْيَان, قِنْوَان, صِنْوَان) werden stattdessen mit Iẓhār Muṭlaq gelesen.