Koranweg
Regel

Ikhfaʾ إِخْفَاء

Verbergen, eine teilweise versteckte Aussprache mit Ghunnah bei 15 Buchstaben.

Hörbeispiel

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مِنْكُمْminkum

Nūn nicht ganz hörbar, nicht ganz verschmolzen, mit Nasal.

مَن ذَا
man dhā: „wer ist derjenige"

Ikhfāʾ (wörtlich „Verbergen”) beschreibt einen Lautzustand zwischen vollständiger Aussprache und Verschmelzung. Trifft eine Nūn Sākinah oder ein Tanwīn auf einen der 15 Ikhfāʾ- Buchstaben, wird der Nūn-Laut weder klar artikuliert noch ganz verschmolzen, sondern leicht nasaliert (Ghunnah) gehalten, ca. 2 Ḥarakāt.

Die Aussprache passt sich dabei dem folgenden Buchstaben farblich an.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Der entscheidende Unterschied zu Idghām: Bei Idghām verschwindet der Nūn-Laut vollständig im nächsten Buchstaben. Bei Ikhfāʾ bleibt er als eigenständiger, wenn auch verschleierter Laut erhalten: Die Zungenspitze nähert sich dem Artikulationsort des folgenden Buchstabens, ohne ihn vollständig zu berühren. Von Iẓhār unterscheidet sich Ikhfāʾ durch die hinzukommende Nasalierung, die bei Iẓhār bewusst fehlt.

Mit 15 von 28 möglichen Buchstaben ist Ikhfāʾ die häufigste der vier Nūn-Sākinah-Regeln. Wer sie sicher beherrscht, deckt den größten Teil aller Nūn-Sākinah- und Tanwīn-Fälle im Koran ab.

Häufige Fragen

Vor welchen Buchstaben steht Ikhfāʾ?

Vor den 15 Buchstaben, die weder zu Iẓhār (die sechs Kehllaute) noch zu Idghām (يرملون) noch zu Iqlāb (ب) gehören: ص ذ ث ك ج ش ق س د ز ف ت ض ظ ط.

Warum heißt Ikhfāʾ auch die mittlere Regel?

Weil sie klanglich zwischen Iẓhār (voll ausgesprochen) und Idghām (vollständig verschmolzen) liegt: Der Nūn-Laut bleibt als eigener, nasalierter Laut hörbar, wird aber nicht klar artikuliert.

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