Ghunnah غُنَّة
Nasalisierung von Nūn und Mīm, ein Klang, der durch die Nase resoniert.
Hörbeispiel
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إِنَّاinnā
Volle Nasalisierung über 2 Ḥarakāt halten.
إِنَّ اللَّهَ Ghunnah ist die nasale Klangkomponente, die immer mit den Buchstaben ن (Nūn) und م (Mīm) verbunden ist. Sie entsteht im Nasenraum (Khaishūm) und ist je nach Zustand unterschiedlich stark, am stärksten bei Schaddah (Verdopplung), schwächer bei Sukūn.
Standarddauer im klassischen Tajweed: 2 Ḥarakāt.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Ghunnah ist keine eigenständige Regel, sondern eine Eigenschaft (Ṣifah), die mehreren Regeln zugrunde liegt: Sie ist Teil von Idghām mit Ghunnah, von Ikhfāʾ und von Iqlāb. Nur beim Iẓhār fehlt sie bewusst — dort wird der Nūn-Laut klar und ohne jede Nasalierung gesprochen. Wer Ghunnah einmal isoliert hört und übt, erkennt sie in all diesen Regeln automatisch wieder.
In der Praxis hören Anfänger den Unterschied oft zuerst am Mīm mit Schaddah, etwa in ثُمَّ oder اللَّهُمَّ — hier ist die Nasalresonanz am deutlichsten und eignet sich gut zum Einüben, bevor man sie in den schnelleren Kontexten von Idghām und Ikhfāʾ wiederfindet.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Ghunnah?
Im klassischen Tajweed standardmäßig 2 Ḥarakāt (Zählzeiten) — dieselbe Dauer wie ein natürlicher Madd.
Ist Ghunnah bei jedem Nūn und Mīm gleich stark?
Nein. Am stärksten ist sie bei Schaddah (Verdopplung, wie in إِنَّ), etwas schwächer bei einfachem Sukūn, und sie färbt auch die Regeln Idghām, Ikhfāʾ und Iqlāb, die alle auf ihr aufbauen.