Makhārij al-Ḥurūf: Die 17 Artikulationspunkte der arabischen Buchstaben
Alle 17 Makhārij mit einer eigenen Abbildung erklärt: Wo genau jeder arabische Buchstabe entsteht, wie du deine Aussprache selbst überprüfst und welche Fehler deutschsprachigen Lesern typischerweise unterlaufen.
Zwei Wörter, ein einziger Unterschied: قَلْب heißt Herz. كَلْب heißt Hund. Beide bestehen aus drei Buchstaben, zwei davon identisch. Nur der erste Laut trennt sie – und der entsteht keine zwei Zentimeter voneinander entfernt im hinteren Mundraum.
Genau darum geht es bei den Makhārij. Sie sind kein akademisches Beiwerk, das man nach dem Lesenlernen noch schnell mitnimmt. Sie entscheiden darüber, ob ein Wort das bedeutet, was dasteht.
Was bedeutet Makhraj?
Makhraj (مَخْرَج, Plural Makhārij, مَخَارِج) heißt wörtlich „Austrittsort”. Gemeint ist die Stelle im Mund- und Rachenraum, an der ein Buchstabe entsteht – dort, wo der Luftstrom auf einen Widerstand trifft oder frei ausschwingt.
Davon zu unterscheiden ist die Ṣifah (صِفَة), die Eigenschaft eines Buchstabens. Ein kurzer Merksatz:
Der Makhraj sagt, wo ein Buchstabe gebildet wird. Die Ṣifah sagt, wie er dabei klingt.
Das ist mehr als eine Definitionsfrage. Manche Buchstabenpaare teilen sich denselben Makhraj und unterscheiden sich ausschließlich in der Ṣifah – ت und ط zum Beispiel entstehen an exakt derselben Stelle. Wer diese beiden auseinanderhalten will, findet die Antwort nicht in diesem Artikel, sondern bei den Buchstaben-Eigenschaften.
Die Einteilung in 17 Makhārij geht auf al-Khalīl ibn Aḥmad zurück und wurde von Ibn al-Jazarī in seiner Muqaddima übernommen. Sie ist heute die verbreitetste Zählung – aber nicht die einzige. Dazu unten mehr.
Die Prüfmethode: So findest du jeden Makhraj selbst
Bevor du weiterliest, lohnt sich ein praktischer Handgriff. Mit ihm kannst du jeden der folgenden Punkte am eigenen Mund nachvollziehen, statt ihn nur zu glauben.
Setze ein Hamza mit Vokal vor den Buchstaben und gib dem Buchstaben ein Sukūn:
- أَبْ · أَتْ · أَحْ · أَقْ · أَضْ
Sprich die Silbe aus und halte am Ende an. Die Stelle, an der der Laut stoppt – wo du Druck, Berührung oder Enge spürst –, ist der Makhraj dieses Buchstabens.
Warum das Sukūn? Ein Buchstabe mit Vokal fließt weiter in den nächsten Laut und verwischt seine Grenze. Erst das Sukūn hält ihn an einer Stelle fest. Probier es mit أَبْ und أَقْ direkt hintereinander: bei dem einen schließen sich die Lippen, bei dem anderen hebt sich der Zungenrücken tief hinten gegen das Gaumensegel. Der Unterschied ist mit geschlossenen Augen spürbar.
Diese Methode funktioniert bei allen Konsonanten. Nur bei den drei Madd-Buchstaben versagt sie – und zwar aus einem guten Grund, den der erste Makhraj erklärt.
Die fünf Hauptbereiche
Die 17 Makhārij verteilen sich auf fünf Bereiche. Wer sich diese fünf einprägt, hat die Landkarte im Kopf; die Einzelpunkte lassen sich danach einsortieren.

| Bereich | Arabisch | Anzahl |
|---|---|---|
| Al-Jawf – der Mundraum | الجوف | 1 Makhraj |
| Al-Ḥalq – der Rachen | الحلق | 3 Makhārij |
| Al-Lisān – die Zunge | اللسان | 10 Makhārij |
| Ash-Shafatān – die Lippen | الشفتان | 2 Makhārij |
| Al-Khayshūm – die Nasenhöhle | الخيشوم | 1 Makhraj |
Zehn der siebzehn Punkte liegen auf der Zunge. Das erklärt, warum Zungenarbeit den Großteil der Tajweed-Übung ausmacht – und warum die Zunge im Arabischen schlicht al-Lisān heißt, dasselbe Wort wie „Sprache”.
Die 17 Makhārij im Einzelnen
Al-Jawf – der Mundraum
1. Al-Jawf (الجوف) — ا و ي

Der einzige Makhraj ohne Kontaktpunkt. Die drei Madd-Buchstaben – Alif mit Fatḥa davor, Wāw mit Ḍamma, Yāʾ mit Kasra – entstehen nicht durch eine Berührung, sondern durch freies Ausschwingen der Luft im Hohlraum von Mund und Rachen. Deshalb greift hier die Sukūn-Probe nicht: Es gibt keine Stelle, an der etwas anhält.
Beispiel: قَالُوا – Alif und Wāw als Madd. Mehr zu Längen und Arten in den Madd-Regeln.
Typischer Fehler: Den Madd zu kurz nehmen. Wer ihn abschneidet, macht aus einem Hohlraumlaut einen Konsonanten.
Al-Ḥalq – der Rachen
Drei Punkte, von unten nach oben. Die arabischen Bezeichnungen beziehen sich auf den Abstand zum Mund: aqṣā ist der entfernteste, adnā der nächste.
2. Aqṣā al-Ḥalq (أقصى الحلق) — ء ه

Ganz unten, am Stimmritzenspalt. Das Hamza entsteht durch einen vollständigen Verschluss der Stimmlippen, das Hāʾ durch einen offenen Hauch an derselben Stelle.
Beispiel: أَنْعَمْتَ · هُوَ اللَّهُ أَحَدٌ
Typischer Fehler: Das Hamza zu hart „stoßen”. Es ist ein sauberer Verschluss, kein Husten.
3. Wasaṭ al-Ḥalq (وسط الحلق) — ع ح

Die Rachenmitte verengt sich. ʿAin ist die stimmhafte, Ḥāʾ die stimmlose Variante derselben Enge.
Beispiel: الْعَالَمِينَ · الرَّحْمَٰنِ
Typischer Fehler: Druck aus der Brust aufbauen. Die Enge entsteht im Rachen, nicht in der Lunge – wer presst, klingt gequält und wird nach zwei Versen heiser.
4. Adnā al-Ḥalq (أدنى الحلق) — غ خ

Der mundnächste Teil des Rachens, direkt vor dem Gaumensegel. Khāʾ ist stimmlos, Ghain stimmhaft.
Beispiel: الْمَغْضُوبِ · خَلَقَ
Gute Nachricht für Deutschsprachige: Das خ kennst du bereits. Es ist der Ach-Laut aus Bach und Buch – einer der wenigen arabischen Laute, die im Deutschen eine direkte Entsprechung haben.
Al-Lisān – die Zunge
Zehn Punkte, von der Zungenwurzel bis zur Spitze.
5. Aqṣā al-Lisān (أقصى اللسان) — ق

Der hinterste Teil der Zunge hebt sich gegen das weiche Gaumensegel.
Beispiel: قُلْ هُوَ اللَّهُ أَحَدٌ
6. Aqṣā al-Lisān, weiter vorn (أقصى اللسان مع الحنك) — ك

Ein Stück vor dem Qāf, am Übergang zum harten Gaumen. Diese beiden Punkte liegen dicht beieinander – hier entscheidet sich قَلْب gegen كَلْب.
Beispiel: الْكَوْثَرَ
7. Wasaṭ al-Lisān (وسط اللسان) — ج ش ي

Die Zungenmitte hebt sich flächig gegen den harten Gaumen. Jīm mit Verschluss, Shīn mit breiter Streuung, Yāʾ als Gleitlaut.
Beispiel: جَعَلَ · الشَّمْسِ · يَوْمِ
8. Ḥāffat al-Lisān (حافة اللسان) — ض

Der seitliche Zungenrand presst gegen die oberen Backenzähne. Das Ḍād gilt als schwierigster Buchstabe des Arabischen – die arabische Sprache wird sogar lughat al-Ḍād, „die Sprache des Ḍād”, genannt, weil dieser Laut in kaum einer anderen Sprache vorkommt.
Der Längsschnitt oben stößt hier an eine Grenze: Der entscheidende Kontakt liegt quer zur Schnittebene und ist darin gar nicht sichtbar. Deshalb eine zweite Ansicht:

Jetzt wird es deutlich: Die Zunge hebt sich auf einer Seite an und legt sich an die Backenzähne, während auf der anderen Seite ein Luftspalt bleibt. Meist ist es die linke Seite; rechts oder beidseitig ist ebenfalls zulässig.
Beispiel: وَلَا الضَّالِّينَ
Typischer Fehler: Das Ḍād als dumpfes د sprechen. Dann fehlt die seitliche Führung – und aus الضَّالِّينَ („die Irrenden”) wird ein Wort, das es nicht gibt.
9. Adnā Ḥāffat al-Lisān (أدنى حافة اللسان) — ل

Der vorderste Teil des Zungenrands berührt das Zahnfleisch der oberen Schneidezähne. Die Luft strömt seitlich an der Zunge vorbei – der gestrichelte Pfeil zeigt es.
Beispiel: قُلْ · اللَّهِ
Wann das Lām dunkel und wann hell gesprochen wird, behandeln die Regeln von Alif, Lām und Rāʾ.
10. Ṭaraf al-Lisān (طرف اللسان) — ن

Die Zungenspitze liegt am Zahndamm, etwas weiter vorn als beim Lām. Das Gaumensegel senkt sich, und die Luft entweicht durch die Nase.
Beispiel: نَعْبُدُ
Die Regeln zum Nūn Sākinah findest du unter Nun Sakinah und Tanween.
11. Ṭaraf al-Lisān, etwas zurück (طرف اللسان) — ر

Etwas tiefer im Mund als das Nūn. Die Zungenspitze schlägt kurz an – die konzentrischen Bögen im Bild deuten diese Bewegung an.
Beispiel: الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ
Typischer Fehler: Das deutsche R. Dazu gleich mehr – es ist der hartnäckigste Fehler überhaupt.
12. Zungenspitze an den Zahnwurzeln (طرف اللسان وأصول الثنايا) — ط د ت

Fester Verschluss an den Wurzeln der oberen Schneidezähne. Alle drei Buchstaben teilen sich diesen Punkt und unterscheiden sich allein in der Ṣifah: ط ist emphatisch, د stimmhaft, ت stimmlos.
Beispiel: الطَّارِقِ · الدِّينِ · تَبَّتْ
13. Zungenspitze an den Zahnkanten (طرف اللسان وأطراف الثنايا) — ظ ذ ث

Die Zungenspitze tritt sichtbar zwischen die Schneidezähne. Wenn du dich beim Sprechen im Spiegel beobachtest, musst du die Zungenspitze sehen können – sonst stimmt der Makhraj nicht.
Beispiel: الظَّالِمِينَ · الَّذِينَ · ثَلَاثَةٌ
14. Zungenspitze an den unteren Schneidezähnen (طرف اللسان وفويق الثنايا السفلى) — ص ز س

Die Zischlaute. Die Zungenspitze liegt knapp hinter den unteren Schneidezähnen, und die Luft wird durch einen schmalen Kanal gepresst – daraus entsteht der pfeifende Klang, den die Tajweed-Literatur Ṣafīr nennt.
Beispiel: الصِّرَاطَ · زُلْزِلَتِ · نَسْتَعِينُ
Ash-Shafatān – die Lippen
15. Baṭn ash-Shafah (بطن الشفة السفلى) — ف

Die Innenseite der Unterlippe berührt die Spitzen der oberen Schneidezähne.
Beispiel: فَصَلِّ لِرَبِّكَ
16. Ash-Shafatān (الشفتان) — ب م و

Beide Lippen zusammen – aber nicht auf dieselbe Weise. Bāʾ und Mīm entstehen mit vollem Verschluss, Wāw dagegen nur durch Rundung der Lippen, ganz ohne Berührung.
Beispiel: بِسْمِ · مَالِكِ · وَالْعَصْرِ
Al-Khayshūm – die Nasenhöhle
17. Al-Khayshūm (الخيشوم) — Ghunnah

Der siebzehnte Makhraj ist eine Besonderheit: Er gehört keinem Buchstaben, sondern einem Klang. Die Ghunnah – der nasale Beiklang bei نّ und مّ – entsteht in der Nasenhöhle.
Halte dir beim Sprechen von إِنَّ oder ثُمَّ die Nase zu. Wenn der Klang abbricht, hast du die Ghunnah richtig gebildet. Bleibt er unverändert, geht die Luft durch den Mund – dann fehlt sie.
Vertiefend: Sakinah Mīm Regeln.
Die häufigsten Fehler deutschsprachiger Leser
Manche Fehler entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das deutsche Lautsystem bestimmte Unterscheidungen gar nicht kennt. Der Mund greift dann automatisch zum nächstähnlichen Laut, den er beherrscht. Diese sieben treten am häufigsten auf:
ر wird zum deutschen R. Der mit Abstand hartnäckigste Fehler. Das deutsche R in rot entsteht ganz hinten am Zäpfchen. Das arabische ر entsteht vorn an der Zungenspitze und schlägt kurz an – näher am gerollten R des Spanischen oder Bairischen. Wer den Unterschied nicht macht, verschiebt den Laut um den halben Mundraum.
و wird zum deutschen W. Das deutsche w in Wasser wird mit Unterlippe und oberen Zähnen gebildet – das ist der Makhraj des ف, nicht des و. Das arabische و braucht beide Lippen, gerundet, wie das englische water. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung: وَ und فَ sind zwei verschiedene Buchstaben.
ح wird zum ه. Das Deutsche hat nur einen H-Laut. Das ح sitzt aber tiefer, in der Rachenmitte, mit spürbarer Enge. Übung: Hauche auf eine kalte Fensterscheibe – dieser Reibungspunkt liegt nah am ح.
ع verschwindet oder wird zum Hamza. Für das ع gibt es im Deutschen keinerlei Entsprechung. Viele lassen es deshalb ganz weg oder ersetzen es durch einen Knacklaut. Es ist das stimmhafte Gegenstück zum ح – gleiche Stelle, nur mit Stimme.
ص wird zum س, ط wird zum ت. Die emphatischen Buchstaben klingen dumpfer und voller, weil sich der Zungenrücken zusätzlich hebt. Der Makhraj ist derselbe wie beim hellen Partner – der Unterschied liegt vollständig in der Ṣifah.
ث wird zum س oder ف. Das ث entspricht dem englischen th in think. Die Zungenspitze muss zwischen die Zähne. Bleibt sie dahinter, wird ein س daraus.
ذ wird zum ز. Dasselbe Muster, nur stimmhaft: ذ ist das th in this, ز ein normales stimmhaftes S. Auch hier entscheidet die sichtbare Zungenspitze.
In welcher Reihenfolge übst du am besten?
Nicht von 1 bis 17. Die klassische Zählung folgt der Anatomie von hinten nach vorn – sie beginnt also mit den schwersten Lauten. Für das eigene Üben ist die umgekehrte Richtung sinnvoller:
- Lippen (16, 15) – ب م و ف. Sichtbar, kontrollierbar, im Spiegel überprüfbar.
- Zungenspitze (12, 13, 14, 10, 11, 9) – die große Gruppe der Vorderlaute. Hier lohnt sich der Spiegel besonders bei ث ذ ظ.
- Zungenmitte und -rand (7, 8) – ج ش ي und das anspruchsvolle ض.
- Zungenwurzel (5, 6) – das Paar ق / ك.
- Rachen (4, 3, 2) – خ غ, dann ح ع, zuletzt ء ه.
- Nasenhöhle (17) – die Ghunnah, sobald die Nūn- und Mīm-Regeln sitzen.
Der Jawf (1) begleitet dich ohnehin von Anfang an, sobald du längere Vokale liest.
Plane pro Gruppe eher Wochen als Tage ein. Ein Makhraj sitzt nicht, wenn du ihn einmal getroffen hast, sondern wenn du ihn triffst, ohne darüber nachzudenken.
Häufige Fragen
Sind es nun 17 Makhārij oder 16? Beides ist vertretbar. Die Zählung mit 17 geht auf al-Khalīl ibn Aḥmad zurück und wurde von Ibn al-Jazarī übernommen – sie ist heute die verbreitetste. Sībawayh zählt 16, weil er den Jawf nicht als eigenen Makhraj führt, sondern die Madd-Buchstaben anderen Stellen zuordnet. Eine dritte Auffassung kommt auf 14. Für die Praxis ändert das nichts: Die Aussprache ist in allen Zählungen identisch, nur die Systematik unterscheidet sich.
Muss ich die 17 Makhārij auswendig können? Die Namen nicht. Die Orte schon – aber nicht als Liste im Kopf, sondern als Bewegung im Mund. Wer bei أَضْ automatisch den seitlichen Zungenrand einsetzt, hat den achten Makhraj verstanden, auch ohne ihn benennen zu können.
Kann ich das ohne Lehrer lernen? Die Theorie ja – dieser Artikel hat sie. Die Kontrolle nicht. Das Problem ist grundsätzlicher Natur: Du hörst deine eigene Aussprache nicht so, wie andere sie hören, und ein falsch eingeschliffener Makhraj fällt dir selbst über Jahre nicht auf. Genau deshalb wird der Koran seit jeher mündlich weitergegeben, von Mund zu Ohr. Nutze diesen Artikel und die Bilder zum Verstehen und Üben – und lass dich in Abständen von jemandem korrigieren, der die Laute sicher beherrscht.
Reicht es, wenn die Bedeutung trotzdem verständlich bleibt? Bei manchen Fehlern ja, bei anderen nicht. Verschiebt sich ein Makhraj so weit, dass ein anderer Buchstabe entsteht, ändert sich das Wort – قَلْب und كَلْب sind das bekannteste Beispiel, aber nicht das einzige. Genau hier verläuft die Grenze zwischen einem Schönheitsfehler und einem Fehler, der die Rezitation ungültig macht.
Weiterlesen
- Was ist Tajweed? – die Grundlagen
- Buchstaben-Eigenschaften (Ṣifāt al-Ḥurūf) – das Gegenstück zu diesem Artikel
- Was ist Qalqalah? – betrifft die Makhārij 5 und 12
- Wie lerne ich Koran lesen? – der Einstieg
Die Querschnittdarstellungen in diesem Artikel beruhen auf gemeinfreien Vorlagen von Richard Wright und Dan McCloy (University of Washington, 2011), veröffentlicht unter CC0 1.0. Sie wurden für diesen Artikel überarbeitet und beschriftet.
Wichtige Begriffe in diesem Artikel
Diese Glossar-Einträge erklären die zentralen Fachbegriffe, die in diesem Artikel vorkommen.
-
Ghunnah
غُنَّةNasalisierung von Nūn und Mīm, ein Klang, der durch die Nase resoniert.
-
Madd
مَدّVerlängerung eines Vokals um eine definierte Anzahl Zählzeiten (Ḥarakāt).
-
Makhraj
مَخْرَجDer Ort im Mund- oder Rachenraum, an dem ein arabischer Buchstabe gebildet wird.
-
Qalqalah
قَلْقَلَةEchohafter Nachhall bei fünf Buchstaben, wenn sie ein Sukūn tragen.
-
Ṣifah
صِفَةDie klangliche Eigenschaft eines Buchstabens – im Unterschied zum Makhraj, seinem Bildungsort.
-
Sukūn
سُكُونVokallosigkeit, ein Buchstabe ohne folgenden Vokal.
-
Tajweed
تَجْوِيدWissenschaft der korrekten Koranrezitation, jedem Buchstaben seine Rechte geben.
Verwandte Artikel
Buchstaben-Eigenschaften im Tajweed: صفات الحروف verständlich erklärt
Lerne die Buchstaben-Eigenschaften (Ṣifāt al-Ḥurūf) im Tajweed kennen – mit Gegensätzen, Beispielen und einer Übersicht der wichtigsten Lauteigenschaften.
Madd-Regeln im Koran: Arten, Längen und Bedeutung
Alles über die Madd-Regeln im Koran: natürliche und sekundäre Verlängerungen, Beispiele für Madd Muttasil und Munfasil, Tabelle und Tipps
Die Regeln von Alif, Laam und Ra
Lerne, wie du Alif-Laam & Raa beim Koranlesen richtig aussprichst. Beispiele & Tipps zur korrekten Anwendung beim Koranlesen.